“Feridun Zaimoglu über Hegemann” auf sueddeutsche
Ein Interview mit grandiosem Unterhaltungswert. Hier nur ein paar Kracher vorab:
- “Das geistige Eigentum ist nicht Verhandlungsmasse von entfesselten Kleinbürgern.”
- “Wir sind hier in der Literatur, und das ist kein Affenzirkus, wir hören hier nicht Kirmespop.”
- “Dieser ganze Blödsinn mit Sample und Pop -da kann ich nur sagen: Je höher das Äffchen steigt, desto mehr es sein Ärschlein zeigt.”
Über das Theater sagt er dann allerdings:
Theater ist ein anderes Medium, Wort ist Wort, aber Schauspiel besteht aus viel mehr als nur der Magie des Wortes, für die wir zuständig sind.
und spätestens ab hier macht sich Herr Zaimoglu lächerlich. Das ganze toppt er nur damit, dass er keinen Computer hat oder verwendet, mit der Begründung:
Ich habe es mit dem Computer versucht, und ich wurde geschwätzig.
Das “Plagiatplagiat” von Durs Grünbein
Durs Grünbein meldet sich in der FAZ nun auch über “Axolotl Roadkill” zu Wort. Auf seine ganze eigene Art und Weise… oder doch nicht?
(via: schockwellenreiter)
Der schrille Sound des Feuilletons
An der Debatte um das Buch “Axolotl Roadkill” von Helene Hegemann ist sehr vieles interessant - bis auf das Buch selbst und die Autorin. Es würde kaum verwundern, wenn der Roman nur veröffentlicht wurde, um den Literaturbetrieb im Land der Dichter und Denker als überdrehten Christkindlmarkt der geldgetriebenen Hysterien zu entlarven. … — digitale linke
Plagiatsdebatte: Die Leihen des jungen W.
Auch du, Goethe: Erfolgreiche Jugendliteratur war schon immer ein bisschen abgeschrieben.
„Mein Werk ist das eines Kollektivwesens, und es trägt den Namen Goethe.“ Dieser Satz ist ein Hammer, zumal er nicht gestern, sondern 1832 geäußert wurde und von einem damals 82-jährigen Autor stammt, der Weltliteratur schrieb. Blickt man mit diesem Satz auf sein meistgelesenes Buch, enthüllt sich schlagartig die ganze Absurdität der aktuellen Plagiatsdebatte um Helene Hegemanns Roman „Axolotl Roadkill“ … — tagesspiegel
(via @derfreitag)
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