Staatskulturminister

Apple, Bild, Titten und Disneyland

Posted in Kulturindustire by bernd on Februar 24, 2010

Der Axel Springer Verlag beschwert sich jetzt über Apples „Zensur“ von erotischen Inhalten. Die Beschwerden sind nur meines Erachtens nicht wirklich gerechtfertigt.
Zum einen ist das iPhone Apples Plattform. Sie können damit so ziemlich alles machen, wie sie lieb und lustig sind. Nintendo macht das mit Spielen für ihre Konsolen ähnlich (oder hat es zumindest früher so gehandhabt). Und da hat sich bis jetzt noch niemand so richtig beschwert. Das CRE089 über Computerspiele erzählt u.a. etwas darüber.
Zum anderen, jeder der für Apples Plattform Inhalte bereitstellen möchte, passt sich nun entweder deren Vertragsbedingungen an oder eben nicht. Woher kommt der Gedanke sie hätten ein „Recht“ darauf Apple als Vertriebsplattform zu nutzen?

Das sage ich aber keinesfalls zur Verteidigung von Apple. Ganz im Gegenteil. Ihre Argoganz gegenüber den User und die Art und Weise wie sie den User Schritt für Schritt zu einem unmündigen digitalen Analphabeten mutieren lassen erschreckt mich jeden Tag aufs neue.

So oder so stehen Titten (vorallem so wie bei Bild auf Seite EINS) für mich keinesfalls für „readaktionelle Artikel“ oder „qualitäts-journalistische Inhalte“. Und niemand von den Kritikern würde Titten im Disneyland Paris erwarten oder wünschen und seinen Kindern präsentieren. Also warum wird auf der einen Seite ein „familienfreundliches Internet“ gefordert und auf der anderen Seite wünscht man sich für die „gute Familienunterhaltung“ die Brüste von kleinen Mädchen, die damit Mutti glücklich machen.

Jedenfalls würde ich weder Apple, Disney noch Bild vermissen.

Update:

Das iPad ist nur eine Fernbedienung

Posted in Kulturindustire, Links by bernd on Februar 3, 2010

Um „Die Politik des iPad“ richtig zu verstehen…

Posted in Graphical User Interface by bernd on Februar 1, 2010

Um „Die Politik des iPad“ (Schirrmacher) richtig zu verstehen, sollte man „Die Diktatur des schönen Scheins“ [„In the Beginning was the Command Line“] (Stephenson) unbedingt zur Abendlektüre erklären.