Staatskulturminister

Music Pirates in Canada (1897)

Posted in Autorschaft, Gesellschaft, Kulturindustire, Kulturpraxis, Kunst, Urheber by bernd on März 14, 2010

June 13, 1897 NYTimes (.pdf ohne ocr)

American Publishers say they are Suffering by Copyright Violations
There-Steps Taken for Redress.

“Canadian pirates” is what the music dealers call publishing houses across the line who are flooding this country, they say, with spurious editions of the latest copyrighted popular songs. They use the mails to reach purchasers, so members of the American Music Publishers‘ Association assert, and as a result the legitimate music publishing business of the United States has fallen off 50 per cent, in the past twelve months. Their investigation has revealed that all of the most popular pieces have been counterfeited, despite the fact that they are copyrighted, and by unknown publishers are sold at from 2 cents to 5 cents per copy. though the original compositions sell at from 20 to 40 cents per copy.

It is estimated by the publishers that fully 5,000,000 copies of songs were printed and Bold in the month of May.

T. B. Harms, the music publisher, said yesterday that the American publishers had held a conference lasting three days last week, and a committee had been appointed to fight the pirates. This committee consists of Isidore Witmark, T. B. Harms, and H. W. Gray.

It was explained that the business is worked in Canada in connection with newspapers which publish lists of music to be sold at, say, 10 cents a copy. The Post Office box given belongs to the newspaper, and it takes half of all the money sent as pay for the advertising, and the other half goes to the “pirate,” who sends the music by mail.

If the Post Office authorities stop such mail matter because it infringes the copyright law, it is returned to the publisher, after thirty days, under our law, and the only one who is out is the person who sends the 10 cents. The Canadian law is less lenient, as it provides for the destruction of contraband matter sent over the line by American violators of copyright law.

(via: perceptric > homepagedaily)

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rockthe.biz – The Movie

Posted in Gesellschaft, Kulturindustire, Links by bernd on März 1, 2010

Das Musikbusiness befindet sich zur Zeit in einer enormen Umbruchsphase.

Alte Marketing- und Vertriebswege werden aufgebrochen, das Internet bietet den Künstlern den direkten Zugang zur Selbstvermarktung, Major-Labels können sich nur noch schwer für ihren hohen Beteiligungsanteil rechtfertigen, die CD als einziger zu vermarktender Tonträger tritt immer mehr in den Hintergrund. weiter auf rockthe.biz

Bei Rock the Biz gibt es dazu 11 kurze Filme als .flv, was ich persönlich sehr hässlich unhandlich finde. Daher gibt es hier von mir einen .torrent (oder hier der magnet-link) als: RIFF (little-endian) data, AVI, 720 x 576, 25.00 fps, video: X.264, audio: MPEG-1 Layer 3 (stereo, 44100 Hz), da die Filme unter CC (by-nc-nd) veröffentlicht wurden.

1 – The Music-Crisis / Die Musik-Krise
Was führte zur Krise im Musik-Biz? Wer ist warum verantwortlich dafür?

2 – Indie VS. Major
Worin liegen die Vor- und Nachteile von Independent- bzw. Majorlabels?

3 – Selfrelease / Selbstvermarktung
Was ist Selbstvermarktung und was kann man richtig oder falsch machen.

4 – New Media / Neue Medien
Wie nutzt man das Internet richtig, wo liegen die Gefahren und Vorteile?

5 – Copyright
Welche Rolle spielt die Frage nach dem Copyright im neuen Musik Business? Welche Rolle spielt Creative Commons?

6 – GEMA
Ein kritischer Blick auf die Struktur und Geschäftsphilosophie der GEMA.

7 – The Future of CD / Zukunft der CD
Was passiert in Zukunft mit physischen Tonträgern wie CD oder Vinyl?

8 – Livegigs
Geld verdienen mit Liveauftritten, wie und warum?

9 – Income / Einkommen
Labels und Bands berichten, wie und wieviel Geld sie verdienen.

10 – The Future Of Music / Zukunft der Musik
Wie kann die Zukunft der Musik, des Musikbusiness aussehen?

11 – Tips & Hints / Tipps & Tricks
Alle Interviewpartner geben hier wertvolle Tipps, wie man seinen Weg im professionellen Musikbusiness machen kann.

Copyright-Chaos verwirrt Konsumenten

Posted in Autorschaft, Gesellschaft, Kulturindustire, Kulturpraxis by bernd on Februar 25, 2010

Britische Verbraucherschützer: Urheberrecht veraltet

Bestehende Urheberrechtsgesetze verwirren Konsumenten. Viele wissen nicht mehr genau, was digital bzw. online „erlaubt“ ist und was nicht. Zu diesem Schluss kommt die britische Verbraucherorganisation Consumer Focus nach einer aktuellen Befragung. Darüber hinaus kritisieren die Konsumentenschützer, dass die geltenden Bestimmungen veraltet seien. Millionen von Menschen wüssten nicht einmal, dass sie das Gesetz brechen. [presetext.de]

Später im Text meldet sich natürlich auch die GVU zu Wort

Chrisitine Ehlers (Sprecherin der GVU): „Das grundlegende Ansinnen des Urheberrechts liegt unter anderem darin, den Kreativen die wirtschaftliche Auswertung ihrer Leistung zu ermöglichen. Nicht zuletzt im Interesse des kulturellen und wirtschaftlichen Wachstums muss dies auch dann gelten, wenn durch technologische Entwicklungen eine Ausbeutung dieser Menschen droht und vorangetrieben wird“

Wieder einmal werden Wörter in Verbindung gebracht, die nicht so recht zusammen gehören. Das angloamerikanische Copyright ist etwas anderes als das dt. Urheberrecht. Beide entstanden in einem völlig anderen wirtschaftlichen und poltischen Kontext, obwohl sie beide nur die juristische Umsetzung von wirtschaftlichen Interessen und Konflikten waren.

Das Urheberrecht lehne ich aus theoretischen Gründen daher grundlegend ab. Weder sehe ich die Vertretung der wirtschaftlichen Interessen der Kreativen, noch deren daraus resultierenden Schutz, sondern viel mehr die Ausbeutung durch Rechteverwerter. Ganz davon abgesehen, dass sich der Wert der „Arbeit, die keinem gehört“ seit der Goethezeit mehrfach gewandelt hat. Der Konsument ist nicht erst seit dem Tonbandgerät in der Lage technische Kopien anzufertigen und spätestens mit der Einführung der digitalen Kopie sind diese verlustfrei. „Autorschaft ist Werkherschaft“ (Heinrich Bosse) erzählt hier zu sehr umfassend die Geschichte „Über die Entstehung des Urheberrechts aus dem Geist der Goethezeit“. Auch heute noch erzeugen Rechteverwerter künstliche Knappheiten um den Markt zu regulieren, die Musikcharts und im allgemeinen fast die gesamte Musikindustrie sind dafür ein ideales Beispiel. Von ihrer manipulativen Meinungsmache und Vermaktung des Starkultus mag ich erst garnicht anfangen.

(via schockwellenreiter)