Staatskulturminister

niiu — mehr als nur Internet auf totem Holz?

Posted in Gesellschaft, Kommentar, Netzwerke by bernd on Februar 24, 2010

Spon berichtet über 2 Jungunternehmen mit der revolutionären Geschäftsidee für das „klassische“ Zeitungsgeschäft. Das Startup niiu produziert und liefert jedem Leser seine ganz individuelle Zeitung nach Hause. Der Leser entscheidet aus welchen Bereichen er von welcher anderen Zeitung Artikel lesen möchte. Wer will, auch seine persönliche Facebook-Timeline.

Zur Gewinnschöpfung für Verlagshäuser und Redakteure wahrscheinlich revolutionär, aber nicht in seiner Beschaffenheit. Wir alle nutzen seit längerem RSS oder Atom-Feeds in einem Feedreader, oder Microblogging-Clients die nicht nur unsere Twitter-Accouns verwalten sondern gleich noch mit Facebook, Myspace, … verbunden sind. Wir filtern uns bereits selber. Wir klicken uns den ganzen Tag durch den nicht enden wollenden Fluss an Inforamtionen um schlußendlich von einer wirklich relevanten Meldung gefunden zu werden. Vorallem haben wir die Möglichkeit darauf reagieren zu können. Kommentare, RT, Trackback und andere Aktionen die die Informationen weiter in sich vernetzen und somit die Relevanz für ein soziales Netz bestimmbar wird.

Bei niiu fehlt davon aber bereits ein großer Teil. So richtig kann man dann doch nicht darauf verzichten den ganzen Tag Twitter zu lesen oder zu ignorieren.

Für den Prenzlauer Berg jedenfalls scheint es geeignet zu sein, ich hingegen vermag (noch) nicht erkennen wo der Mehrwert liegt, für den ich bezahlen würde.

Mehr zum Thema:

Tagged with: , ,

Stefan Niggemeier: „Das Elend der Debatte um ARD und ZDF“

Posted in Kulturindustire by bernd on Februar 23, 2010

Es ist wie ein schlimmer Tinnitus. Ein nerviges Klingeln, das nie wieder aufhört. Seit Monaten läuten Verleger und Privatsender ununterbrochen irgendwelche Alarmglocken. Jeden Tag beschwert sich irgendein Lobbyist wieder lautstark über irgendeine Ungerechtigkeit, beklagt irgendeine Ungeheuerlichkeit, kündigt Eingaben, Klagen, Proteste an. Und jedesmal steht damit alles auf dem Spiel: Die Existenz von tausenden Arbeitsplätzen. Die Zukunft des Journalismus. Die Grundlage unserer Medienordnung. Das Funktionieren der Demokratie. weiter lesen

Der schrille Sound des Feuilletons

Posted in Autorschaft, Kulturindustire by bernd on Februar 16, 2010

An der Debatte um das Buch “Axolotl Roadkill” von Helene Hegemann ist sehr vieles interessant – bis auf das Buch selbst und die Autorin. Es würde kaum verwundern, wenn der Roman nur veröffentlicht wurde, um den Literaturbetrieb im Land der Dichter und Denker als überdrehten Christkindlmarkt der geldgetriebenen Hysterien zu entlarven. … — digitale linke