Staatskulturminister

Urlaubstagebuch

Berlin, Ende März 2010

Freitag, 19.03.2010

Kurz & knapp: Anstatt zu trampen, weil keine MFG gefunden, bin ich abends 1. Klasse mit dem ICE von Weimar nach Berlin gefahren, fürn Zwanie… da hatte jemand leider ein Ticket zu viel und ich meine Ruhe im Zug.

Samstag, 20.03.2010

Schön mit Fahrrad, wie sich das hier so gehört, waren wir am Rand von Neukölln zu Mitte (wenn ich da richtig aufgepasst habe) in der Croissanterie ausgiebig frühstücken. Doof nur, dass als wir weiter fahren wollten das alte DDR-Fahrradschloß nicht mehr so recht wollte. Als minutenlanges Drücken und Ziehen und Fluchen (die Gäste die draußen frühstückend waren sichtlich gut unterhalten) gibts mit etwas schweren Werkzeug aus dem benachbarten Umzugsserviceladen weiter. Der Drahtscheider war natürlich viel zu klein, so dass wir auf die graniose Idee kamen das Schloß aufzumeiseln. Nachdem die beiden Fahrräder aufrecht standen konnte man auch den guten alten Plattenweg als Unterlade missgebrauchen und nach ein paar genervten Hammerschlägen ploppte das Drecksteil auch auf und so ging es weiter Richtung KöPi.

In so ’ne Kunstaktion mit urban exploration im Sulpturenpark, hatte ich dann wohl doch zu hohe Erwartungen. Ohne die Arbeit der beiden Künstler schlecht reden zu wollen war es eher enttäuschend also bin ich ein wenig in dem alten Industriekomplex umhergewandert und musste feststellen zu was für nen Volkssport das geworden ist. Nicht nur das dort gleichzeitig um die 15 Leute sprayen waren, nein neben mir sind auch min. 5 andere Deppen Touristen mit Kameras in der Hand rumgerannt und haben Fotos gemacht. Wenistens hatte ich auf dem Dach kurz meine Ruhe, denn anscheind haben die anderen die Treppe nach ganz oben nicht entdeckt…

Sonntag, 21.03.2010

Frühstück, Chillen, 2. Frühstück, Spaziergang durch Neukölln, 3. Frühstück & 6. Kaffee Espresso (für mich ein Kaffee, weil ich ihn in der Größe eines Kaffees trinke…). Für heute abend ist lecker kochen in der Künstler-WG geplant und zum ruhigen Ausklang gibts Horton Hears a Who! auf die Augen.

Montag, 22.03.2010

Vor einer Stunde klingelte der Wecker. So richtig wach bin ich aber noch nicht, aber das will man ja auch nach nur einem Kaffee nicht erwarten. Die Frau ist gerade auf Arbeit im Atelier und ich hab dummerweise auch noch ein wenig was zu tun. Die Hausarbeit über Rope ist immer noch nicht so wie sie sein sollte, Ausnahmezustand will gelesen werden und Google Keyword-Clustering steht auch auf der Agenda. Gegen Mittag werd ich noch mal ne Runde spazieren gehen und den Süd-Westen Neuköllns erkunden.




Dienstag, 23.03.2010

Ahhh Ferien… So richtig zum arbeiten schein ich hier irgendwie nicht zu kommen, was aber noch nicht soooo schlimm ist. Um 2 Frühstücken ist an sich ja eine völlig humane Zeit für mich. Nachdem Frühstück werd ich mich aber wohl doch an die Hausarbeit setzen müssen. Für heute abend jedenfalls stehen die Pläne bereits. Zuerst geht es zu Challenging Exclusion: New forms of participation um dann später den Abend in der c-base ausklingen zulassen, denn da ist heute nicht-nerd-kompatible Cosmic Open Stage. Wird ihr und ihrer WG sicher gefallen. Sie sind jedenfalls schon voll gespannt, was es mit dieser abgestürzten Raumstation auf sich hat.

Mittwoch, 24.03.2010

Da bekanntlich nicht nur ich in Küchen und anderen sozialen Einrichtungen zum Prokrastinieren neige bin ich heute zum Arbeiten in die Stadtbibliothek Neukölln gegangen. Nach morgendlichen Spaziergang und lecker Rührei in einem türkischen Sandwichladen geb ich mich pünktlich zur Öffnung um 12 in die 4. Etage der Neukölln Acarden. Jap, die hießige Bücherei ist auf dem Dach eines Einkaufscentrum, incl. Kino und dem aufsteigenden Popcorngeruch. So richtig voran gekommen bin ich aber auch nicht, nur so dass ich noch mehr Input hab und meine gesamte Struktur über Bord geworfen habe, dafür hab ich mir aber die Themen die ich bearbeiten will in einer wunderschönen Mindmap zusammengefasst. Toll, nicht wahr?

Was mich dort auch total weggebeamt hat war dass der Laden WLAN hatte. Doof nur, dass man jede Stunde zu einem Infopunkt rennen darf um sich eine neue WLAN-Karte abzuholen wo ein toller Benutzername und Passwort draufsteht und man sich wieder von vorne einwählen darf. Warum die das so machen hab ich irgendwie nicht verstanden. Dafür war der Durchsatz aber erstaunlich flott. So, die Frau kommt gleich von der Arbeit und dann sehen wir mal weiter, was wir heute abend machen. In die c-base haben wir es allerdings gestern nicht mehr geschafft, dafür war der Film über den 1. Mai total der flash. Los gings mit Samples aus Berlin  – Die Sinfonie der Großstadt und Vortragsfetzen von italenischen Revoluzer um dann in für mich schwer gewaltsamen Shots Interviews mit it. Aktivisten zu zeigen, die sich ewig hinzogen aber bis auf eine Ausnahme total spannend waren. Zwischen durch eweig lange Zeitlumpen und Zeitraffer aufnahmen von Kinderbespassungszentren in einer Shopping-Maill und Aufnahmen von Protestaktionen in eben dieser, Aufnahmen eines alten FIAT-Werkes und und und. Jedenfalls war danach der Kopf so voll, dass wir lieber nach hause sind… Den Plan mit der c-base haben wir jetzt auf Donnerstag verschoben.

Zum Bilder machen bin ich irgendwie grad nicht so gekommen. Ich hoffe, dass ich das morgen nachhole, … versprochen.

Donnerstag & Freitag, 25.-26.03.2010

Die Hausarbeit macht Fortschritte, nur will ich noch nicht zu viel verraten, die könnt ihr dann im Blog nachlesen, Abgabe ist am Monatsende. Ja was hab ich die letzten Tage gemacht? Donnertag waren wir in der Hood unterwegs und Neukölln Jungkünstler besucht, die ne Mischung aus VoKü und kinomatischen Musikerlebnis machen. Auf die Augen gab es filmische Fetzen der 20er bis 60er Jahre mit musikalischer Untermalung früher elektronischer Gehversuche und in den Mund lecker vegan. Danach noch ein kurzer Abstecher in die c-base, die aber dann schon leerer geworden war, lang vielleicht daran das Freitag da Mitgliederversammlung war.

Den Freitag haben wir uns mit chillen, arbeiten und spazieren vertrieben und abends hab ich ihr endlich RIP! – A Remix Manifesto gezeigt.

Samstag, 27.03.2010

So, der Donnerag und Freitag wurde euch kurz skeziert. Frühstück war lecker. Frische Croissant und so. Und jetzt gehts mit Arbeiten weiter, ist ja schließlich schon wieder halb 3…

to be continued…

2 Antworten

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  1. marv said, on März 22, 2010 at 6:13 pm

    weitermachen, is interessant

  2. biatch said, on März 22, 2010 at 8:16 pm

    berghain nicht vergessen…


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