Staatskulturminister

Bushido und die Raubkopie

Posted in Kulturindustire, Kulturpraxis by bernd on März 23, 2010

Unser aller liebster Gangster-Rapper, der  quasi noch bei Mutti im Familienreihenhaus wohnt bekommt was er verdient. Nicht, dass das Urteil gerechtfertigt sei, aber er wollte ja auf dem Niveau mit den anderen Kindern spielen und das hat er nun davon. Bushido ist ja nicht nur dafür bekannt kleinen Kindern, für seine Platten, das Geld aus der Tasche zu ziehen, sondern auch Rentern wegen „Raubkopiererei“. Daher grins ich grad nicht nur still und heimlich vor mich hin, dass er wegen Sampling von einer franz. Gothic-Band verklagt wurde.

Das Sampling bei HipHop Rap Sprachgesang Musik zum guten Ton hört, sollte jeden ambitionierten Hörer klar sein.

Kinderzimmer Produktions – Im Auftrag ewiger Jugend und Glückseeligkeit – 01 – Intro

Wir arkordern (?) jetzt der selbe Dreck, und an dieser Stelle fällt jetzt auch ein Sample weg, gebrannte Kinder suchen Feuer, kriegens auf die Finger, werden zwar nicht stranguliert doch der Beat ist masakriert. Denn an dieser Stelle stand ein Sample von Kate Bush(?) … und der war ein Muss, doch der fehlt. Und die Wirkung sagt mir, dass sie jetzt dann flöten geht. Hätten wir das Geld, könnten wir den Sample lassen und so müssen wir Kassetten davon machen. Samplen sei Diebstahl? Vielleicht schön… Dann hör doch mal die Time after Time Cover-Version von U96. Andere Titel ganz legal, er kassiert die Kohle man, dass ist Diebstahl. Egal. Wir stellen hier auf Stur und akzeptieren weder Geld noch Urheberrechte als Zensur.

Das Spiel könnten wir mit D&B, Dupstep, Techno und allen anderen elektronischen Abarten weiter spielen, aber wem erzähl ich das eigentlich…

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2 Antworten

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  1. eins78 said, on April 12, 2010 at 1:35 am

    Ja, Sampling gehört v.a. im HipHop zum guten Ton (bzw. daher kommen die Töne und Sampling als Technik wiederum auch aus dem HipHop), ABER: So einfach ist das in diesem Falle nicht. Einfach Kick und Snare auf ein fertiges Lied packen und draufrappen ist kein Sampling. (Das klingt leider zwangsläufig nach dem Das-hätte-mein-kleiner-Sohn-malen-können-Argument im Anblick eines Picasso, ist aber anders gemeint).
    Ein bekannteres Beispiel was mir grad einfällt ist „Stan“ von Eminem – das ist nach diesem Prinzip produziert, aber deswegen steht ja auf dem Cover auch „… feat. Dido“.

  2. Bernd said, on April 12, 2010 at 1:47 am

    naja oder man nimmt dann so beispiele wo kraftwerk wegen nem 4 ton sample ne rießen klage vom zaun gebrochen hat ^^


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